Trauerzug und Kranzniederlegung zum 100. Todestag von Adolph Menzel (1815 -1905) am 9. Februar 2005
Anlässlich des 100. Todestages von Menzel luden die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, die Senatskanzlei von Berlin, die Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Menzel-Oberschule am 9. Februar 2005 um 15 Uhr zu einer Gedenkfeier in die Kapelle des Friedrichswerderschen Kirchhofs, Bergmannstraße 44, 10961 Berlin-Kreuzberg. Der Einladung folgten ca. 60 Persönlichkeiten aus Kultur und Politik.Das war die
VORANKÜNDIGUNG UND EINLADUNG:
Anlässlich des 100. Todestages von Menzel laden die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, die Senatskanzlei von Berlin, die Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Menzel-Oberschule am 9. Februar 2005 um 15 Uhr zu einer Gedenkfeier in die Kapelle des Friedrichswerderschen Kirchhofs, Bergmannstraße 44, 10961 Berlin-Kreuzberg.
Zur Kranzniederlegung erfolgt ein gemeinsamer Trauerzug zu Menzels Ehrengrab auf dem benachbarten Dreifaltigkeitskirchhof.
Der Maler und Graphiker Adolph Menzel (* 8.12.1815 Breslau, gest. 9.2.1905 Berlin) zählt zu den bedeutendsten deutschen Realisten des 19. Jahrhunderts. Illustrationen zu Franz Kuglers "Geschichte Friedrichs des Großen (1839-42)" verhalfen ihm zum Durchbruch. Mit den Gemälden "Das Balkonzimmer (1845)" , "Flötenkonzert Friedrichs d. Gr. in Sanssouci (1848-52)" und "Eisenwalzwerk (1875)" erlangte er Weltruhm. Menzel pflegte enge Kontakte zum preußischen Hof und empfing zahlreiche Ehrungen (1853 Mitglied der Königlichen Akademie der Künste, 1870 Orden Pour le Mérite, 1895 Berliner Ehrenbürgerschaft, 1898 geadelt).
Für den in höchstem Ansehen stehenden Künstler wurde am 13. Februar 1905 auf Anordnung Kaiser Wilhelms II ein aufwändiges Begräbnis ausgerichtet. Der Sarg wurde in der prächtig geschmückten Rotunde des Alten Museums aufgebahrt inmitten einer Kulisse von Soldaten in der Uniformierung der Armee Friedrichs d. Gr.. Die Trauerrede hielt der damalige Oberhofprediger Dryander. Dem feierlichen Trauerzug zum Dreifaltigkeitskirchhof schritt der Kaiser persönlich voran.
Beigesetzt wurde Menzel im bestehenden Erbbegräbnis der Familie, das neu gestaltet wurde. Die monumentale Grabwand aus glänzendem, norwegischen Labrador sollte "Sternengefunkel am Nachthimmel" assoziieren. In der zentral platzierten Nische der Grabwand steht die Bronzebüste des Künstlers auf einem hohen Postament mit dreistufigem Unterbau. Die davor liegende Grabplatte aus Labrador nennt lediglich Namen und Lebensdaten des Verstorbenen. Ein schweres, schmiedeeisernes Gitter im Stil der Neorenaissance fasst das Grabfeld ein. Die Büste Menzels entstand nach dem 1877 für die Nationalgalerie geschaffenen Marmororiginal des Bildhauers Reinhold Begas, der zu den bedeutendsten Vertretern der Berliner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts zählt.
zum 100. Todestag von Adolph Menzel
am 9. Februar 2005, 15 Uhr
| Treffpunkt: |
Kapelle auf dem Friedrichswerderschen Kirchhof, |
| 15.00 Uhr | Musikalischer Auftakt
: Choral aus der Matthäus-Passion: "Wenn ich einmal soll scheiden" (dieser Choral wurde auch bei der Beerdigung von Menzel gespielt) |
| 15.10-15.15 Uhr |
Grußwort |
| 15.15-15.30 Uhr |
Rede |
| 15.30-15.40 Uhr |
Menzel-Oberschule: Streitgespräch zwischen Fontane und Friedrich II. über Menzel , gespielt von Schülern |
| 15.40-15.45 Uhr | Gang zum Grab auf dem Dreifalktigkeitskirchhof |
| 15.45-15.50 Uhr |
Psalmlesung |
| 15.50-15.55 Uhr | Niederlegen des Kranzes |
| zum Abschluss: | Menzel-Oberschule: Lieder |
| Auf Wunsch bietet Dr. Jörg Kuhn (Kunsthistoriker) einen kulturgeschichtlichen Rundgang über den Dreifaltigkeitskirchhof an |
Weitere Informationen:
Yvonne Zimmerer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, Tel.: 030/612 84 734, zimmerer@stiftung-historische-friedhoefe.de