Maßnahmen und Erfahrungen

Der hohe denkmalpflegerische Wert und die Vielgestaltigkeit der historischen Friedhöfe erfordern eine differenzierte Vorgehensweise bei der Sicherung und Restaurierung der Anlagen.
Als oberstes Gebot gilt hier 'Sicherung' vor 'Rekonstruktion'. Angesichts der hohen finanziellen Mittel, die für die Restaurierung aller Grabstellen erforderlich wären, ist es notwendig, vorerst den Bestand weitestmöglich zu sichern, um ihn der Nachwelt zu erhalten.
Detaillierte Untersuchung und Dokumentation der Einzelobjekte und Anlagen samt ihrer Entwicklungsgeschichte sind die Voraussetzung für Konzeption und Ausführung der dann folgenden restauratorischen Arbeiten.
Nach Abschluß der Maßnahmen ist die Erstellung eines Pflege- und Instandhaltungskataloges unumgänglich.
Die Auswahl der zu sichernden Objekte erfolgt nach vielen unterschiedlichen Kriterien. Die künstlerische, wissenschaftliche oder kulturelle Bedeutung spielt dabei eine ebenso große Rolle, wie der Gefährdungszustand einer Anlage, ihre Bedeutung für das gesamte Ensemble und seine historischen Strukturen.