Besucheranschrift:

Liesenstraße 9

13355 Berlin

Verwaltung:

Verwaltung der Friedhöfe
der Friedrichswerderschen Gemeinde
Liesenstraße 9

13355 Berlin


Öffnungszeiten:

Januar+Dezember: täglich 8.00-16.00 Uhr
Februar+November: täglich 8.00-17.00 Uhr
März+Oktober: täglich 8.00-18.00 Uhr
April+September: täglich 8.00-19.00 Uhr
Mai-August: täglich 8.00-20.00 Uhr

Entstehungsjahr: 1842
Größe: 30.954 qm
Orientierung:
Stadtplanlink
 
Nahverkehr
 
mit Fahrrad

"Er wird südöstlich begrenzt von der Liesenstraße, nordöstlich von der Garten- und nordwestlich von der Grenzstraße, er hat eine Fläche von 30 954 m². Der Dorotheenstädtische Friedhof in der Chausseestr. 126, auf dem sowohl die Dorotheenstädtische wie die Friedrichwerdersche Gemeinde ihre Toten begruben, war zu klein geworden. Deshalb verhandelte die Dorotheenstädtische Gemeinde 1834 mit dem Gastwirt Liesen wegen Landkaufs in der heutigen Liesenstraße. Der neue, eigene Friedhof der Gemeinde wurde 1841 angelegt und 1842 geweiht, bestattet wurden ab 1843 nicht nur Mitglieder der Gemeinde. Der Bau der Mauer 1961 trennte die Gemeinde von ihrem Friedhof. Dessen Verwaltung wurde von Kreuzberger Kirchengemeinden übernommen. Die jetzige Kapelle mit Reminiszenzen an den Expressionismus wurde 1950/51 nach Plänen von Otto Bartning als Notkirche für die Dankesgemeinde gebaut, das dreiteilige Tor in der Liesenstraße schufen 1912/13 die Brüder Friedrich (* 1872) und Wilhelm Hennings (* 1874). Unter Denkmalschutz steht das Mausoleum, das 1898 von Hermann Paulick (1880–1909) und Felix Voss (1878–1962) für den Zirkusdirektor Paul Busch und dessen Frau Barbara Sidonie Busch (1849–1898) errichtet wurde, sowie die für den Kaufhausbesitzer und Firmengründer Rudolph Hertzog 1926 von Stahl und Herzog geschaffene Grabanlage... Teile des Friedhofs stehen unter Denkmalschutz."

Quelle: © Edition Luisenstadt, 1998 - 2002 Stand: 04/16/2002 www.berlingeschichte.de hib@luise-berlin.de


Weitere historisch bzw. kulturhistorisch interessante Grabstätten (mit * gekennzeichnet sind Ehrengrabstellen des Landes Berlin):

Woldemar Behr(gest. 1888), Allegorie des Friedens von Robert Cauer (1831-1893) auf barockisierendem Sockel, Marmor, MHZ-1-8/9
Das Grabmal wurde 1990/91 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und gesichert.

Weiter im Mausoleum Busch (s.o.): Die Töchter Paula Constanze Busch (1913-1969; "Das Spiel meines Lebens" 1957) und Paula Busch (1884-1973), Zirkusdirektorinnen, ASA-1-51/52/53
Das Mausoleum wurde 1990/91 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin konserviert.

Eduard Fürstenberg (1827-1885) Pionier der Gehörlosenbewegung in Deutschland und Europa, D-46-17*

Grabstätte Hanckh (erbaut 1907), mit weiblicher Marmorstatue von R. Cauer (?), BHA-1-27/28
Die Skulptur wurde 1991/92 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin konserviert.

Auch das Mausoleum Hertzog (s.o.), in dem nie jemand beigesetzt wurde, wurde 1991/92 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin konserviert.

Johann Georg Kranzler (1843-1911), königlicher Hofkonditor, eröffnete 1834 das Café Kranzler Unter den Linden,
sein Sohn Alfred Kranzler (1843-1911) machte es berühmt., G-3-23/24

August Adolph Edmund Eberhard Kundt (1839-1894), Experimentalphysiker, MHZ-2-32/33*

Emilie Loeffler (18376-1900), Stele mit Relief: Abschiedsszene in klassischem Stil von Fritz Klimsch (1870-1960) von 1904, F-6-36/37
Das Grabmal wurde 1991/92 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und konserviert.

Erbbegräbnis Lücke (erb. 1858), Wandgrab mit antikisierendem Relief von G. Willgohs (1850), Westmauer

Otto Nicolai (1810-1849) Opernkomponist ("Die lustigen Weiber von Windsor"), Begründer der Wiener Philharmonie, F-3-19*

Julius Carl Raschdorff (1823-1914), Dombaumeister, Gründungsmitglied der Königlichen Akademie des Bauwesens, MHZ-2-6/7*

Ernst Jacob Renz (1815-1892), Artist, Zirkusdirektor, Herzogweg 1-re.-25/28*
Seien Frau Antonette Renz (1820-1896), Artistin

Minna Schulze (1883-1953), Artistin ("Wasserminna"), ihre Urne befindet sich im Mausoleum Busch.

Albert Schumann (1858-1939), Zirkusunternehmer, Nachfolger von E. Renz, Hauptweg - 1 -13/14*

Marie Steinhardt (erb. 1920), von drei Rundbögen durchbrochene Grabwand, PSA-2-42/43
Das Grabmal wurde 1991/92 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und konserviert.

Grabmal Weinschenck (erb.1898), drei Putten an verhülltem Kreuz, Marmor, neben PSA-2-42/43
Das Grabmal wurde 1991/92 im Auftrag der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gereinigt und konserviert.

Quellen:

Klaus Hammer: Historische Friedhöfe in Berlin. Berlin: Stattbuch-Verl., 1994

Helmut Ernst - Heinrich Stümbke: Wo sie ruhen... Kleiner Führer zu den Grabstätten bekannter Berliner in West und Ost. Berlin: Stapp Verlag, 1986

Reclam Kunstführer, Bd. VII Berlin. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 1980, S. 353

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