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Besucheranschrift:

Prenzlauer Allee 1

10405 Berlin

Verwaltung:

Ev. Friedhöfe Friedrichshain / Prenzlauer Berg Landsberger Allee 48/50

10249 Berlin

Fon: 030-442 56 68

Öffnungszeiten:

Entstehungsjahr: 1802
Größe: 35.400 qm

Orientierung:
Stadtplanlink
 
Nahverkehr
 
mit Fahrrad

Nach Schließung des Schützenfriedhofs (1708) und der Überbauung des Geländes ließen die beiden Gemeinden für sich und das graue Kloster diesen Begräbnisplatz errichten. Der Friedhof wurde im Jahre 1802 eingeweiht und zwischen 1814 - 1847, bzw. 1858 erweitert.
Im Jahre 1970 wurde der Friedhof auf Beschluß des Magistrats geschlossen. Nach Verhandlungen mit dem Berliner Senat wurde der Friedhof 1991 wieder eröffnet; seitdem finden dort Baumaßnahmen seitens der Senatsverwaltung zur Wiederinbetriebnahme statt.

Auf dem Kirchhof befinden sich an der sog. "Ostwand" eine geschlossene Reihe von Wandgräbern und Mausoleen; weitere Mausoleen stehen im nördlichen Teil der Anlage. Eine Reihe kunsthistorisch wertvoller Einzelgrabanlagen befindet sich am Weg der Quertrasse, hinzu kommt ein Bestand an alten Alleen entlang der Hauptwege.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Friedhofes sind zahlreiche Eisenguß- Grabmale aus der Zeit vom Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts vorhanden, von denen bereits zu DDR- Zeiten durch das Institut für Denkmalpflege Konservierungsmaßnahmen stattgefunden haben.
1995-2000 wurden wurde im Rahmen der Arbeit der Stiftung mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin ein unfangreiches denkmalpflegerisches Konzept auf dem Friedhof umgesetzt.

Konservierungs- und Erhaltungskonzept/ Auswahl der Grabanlagen

Die Wandgrabreihe an der Ostwand bildete einen besonderen Schwerpunkt der Konservierungsarbeiten. Die hier vorhandene Vielfalt unterschiedlicher Gestaltungsformen reicht von streng frühklassizistischer Prägung bis zu neogotischen Grabanlagen.
Ein weiterer Bestandteil des Erhaltungskonzeptes war die Fortsetzung der Arbeiten an den gußeisernen Grabzeichen entlang der Friedhofsmauer zur Prenzlauer Allee.

Maßnahmen

Beginnend vom Mausoleum Brose wurde ein Großteil der in ihrer Substanz schon stark gefährdeten Wandgräber baulich gesichert. Hierzu wurden die Wandgraboberseiten zum Schutz vor Niederschlagswasser mit Zinkblech eingedeckt. Aufgrund des teilweise sehr schlechten Erhaltungszustandes waren zum großen Teil umfangreiche Mauer- und Putzarbeiten notwendig; Bauteile aus Naturstein wurden steinkonservatorisch behandelt.
Zur Wieder- Sichtbarmachung der ursprünglichen Grabkanten wurde das vorhandene Erdreich abgetragen und der Bewuchs entfernt; die vorgenommenen Neupflanzungen sollen diesen Effekt unterstützen.
Bei der Konservierung der gußeisernen Grabzeichen konnten zum Teil wertvolle Bauteile aus der Zeit der königlichen Eisengießerei erhalten werden.

Auf dem Friedhof der ältesten Kirchengemeinden Berlins befinden sich zahlreiche sehenswerte Grabmale inmitten einer artenreichen Flora und Fauna und bilden ein harmonisches Ensemble aus Kultur und Natur.

Einige der interessantesten werden im folgenden aufgelistet. Mit * gekennzeichnet sind Ehrengräber des Landes Berlin.

Erbbegräbnis Familie Brose von 1814/15 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel. Das Grabmal zählt zu den ältesten Beispielen neugotischer Architektur auf Berliner Friedhöfen.

Grabmal Bankier von Halle von 1819.

Carl Ludwig Friedrich von Hinckeldey (1805-1856), Polizeipräsident in Berlin von 1848-1856, starb im Duell, X-4-1/6*

Conrad Gottlieb Ribbeck (1759-1826) Ehrenbürger, Theologe, Probst, VI a-1-27*

Erbbegräbnis Richter von 1814.

Carl Spindler (1841-1902) Unternehmer, Kommerzienrat, stiftete den ersten Müggelturm,II-1a*

Quellen:

Atelier Christoph Fischer Dipl.-Ing Architekt

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