Besucheranschrift:

Liesenstraße 8 / Pflugstraße 10

10115 Berlin

Verwaltung:

Konrad Wolf Str.31/32

13055 Berlin

T.: 2816856

Öffnungszeiten:

Sommer: täglich 8.00 Uhr-18.00 Uhr

Winter: täglich 9.00 Uhr-17.00 Uhr

Entstehungsjahr: 1834
Größe: 24.762 qm
Der Friedhof im Stadtplan:
Der Weg mit dem Nahverkehr:
mit Fahrrad

"Der katholische Friedhof wurde 1834 geweiht. Er löste den ersten katholischen Friedhof am Oranienburger Tor ab, dessen Gelände seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Mietshäusern bebaut wurde. 1866/67 wurde auf der Nordhälfte des dreieckigen Territoriums eine Friedhofskapelle mit einem der italienischen Renaissance nachempfundenen Schmuck aus Terrakottaformsteinen und Kupferdach errichtet, die 1987 originalgetreu wiederhergestellt worden ist. Eine beträchtliche Zahl von Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten und Zeugnisse der Berliner Grabmalkunst vom Klassizismus bis in unser Jahrhundert findet man auf dem A., so die in der Nähe des Eingangs stehenden beiden 3 m hohen knieenden Marmorengel von Joseph Limburg (1874–1955) ... Der Friedhof ist ein Gartendenkmal."

(Quelle: Berlin von A bis Z, http://www.luise-berlin.de, s.v. Alter Domfriedhof der St. Hedwigsgemeinde)

Im folgenden finden Sie eine Liste der historisch der kunsthistorisch interessanten Grabstellen:

( * - Ehrengrab des Landes Berlin. Eine Liste der Ehrengräber des Landes Berlin finden Sie hier.)

Barmherzige Schwestern vom Heiligen Karl Borromäus

Schwestern des St.-Hedwigs-Krankenhauses

Schwestern von der Heiligen Elisabeth

Lorenz Adlon (1849-1921), Hotelier, Weingroßhändler, begründete das Hotel Adlon am Pariser Platz; Marmor-Porträtrelief von Walter Schhott

Familie Arnstein, Wandgrab mit galvanoplastischem Engel aus der Werkstatt W. Henze

Carl Begas d.Ä. (1794-1854), Maler, ursprüngliches Granitmonument mit einem Marmorbildnis von Reinhold Begas zerstört und durch neue Stele ersetzt

Jules Brunfaut (1873-1928), Meisterkoch

Peter von Cornelius (1783-1867), Maler

Herrmann Dyckhoff (1853-1916), Textilfabrikant

Franz Anton Jakob Egells (1788-1854), einer der Hauptbegründer der deutschen Maschienenbauindustrie, Wandgrab mit klassizistischen Eisengitter; ein gleiches an der Rückseite für die verwandte Familie Rudolf von Renvers (1854-1927), Mediziner

Enrique Gil y Carasco (1815-1846), spanischer Maler und Romancier, Botschaftssekretär in Berlin, nach 1986 nach Spanien überführt

Ceccardo Gilli (1798-1862), Bildhauer, mit einem Marmor-Porträtmedaillon von seinem Sohn Alexander

Ernst Eberhard von Ihne (1848-1917), Baumeister (u.a. Staatsbibliothek Unter den Linden, Bodemuseum, Neuer Marstall), 1956 aus der Gruft der kriegszerstörten Hedwigskathedrale überführt

Thodor Jansen (1829-1665), Justizrat, Basaltstele mit Marmormedaillon von Rudolf Schweinitz (1887)

Im I. Weltkrieg gefallene Söhne der Familie Kappel, monumentales Tuffsteindenkmal von Hans Dammann

Wilhelmine Enke, geadelte Gräfin Lichtenau (1752 – 1820), legendäre Mätresse Friedrich Wilhelms II. von Preußen, 1943 aus der Gruft der kriegszerstörten Hedwigskathedrale überführt

Bernhard Lichtenberg (1875-1943), Kommunalpolitiker, Domprobst, wegen Widerstand gegen Judenverfolgung und Euthanisie verurteilt, starb er auf dem Weg ins KZ Dachau; 1965 in die Krypta der St.-Hedwigs-Kathedrale überführt; 1996 von Johannes Paul II. selig gesprochen

Anna Milder-Hauptmann (1785-1838), Sopranistin, 1805 die Leonore in Beethovens "Fidelio"

Johann Georg Patzenhofer (1815-1873), Brauereigründer

von Renvers s. Egells

Therese Renz (1859-1938), Kunstreiterin aus der bekannten Berliner Zirkusfamilie

Familie Rilz (1888) Grabmal im Stil der Neorenaissance

Margaretha Louisa Schick (1773-1809), Schauspielerin, Grabmal von Schadow verloren

Carl Sonnenschein (1876-1929), Theologe, Begründer der katholisch-sozialen Studentenbewegung, Holzkreuz mit expressionistischem Bronzekruzifix von Hans Perathoner (1935)

Josef Sucher (1843–1908), Komponist und seine Frau, die Opernsängerin Rosa Sucher (1847–1927), Grabmal verloren

Ernst Thrasolt (1878-1945), eigentlich Matthias Tressel, Priester und Dichter, Pietà von Rudolf Heltzel (1955)

Fürst Franz Leo Benedikt Waldeck (1802-1870), Politiker (Fortschrittspartei), Bismarckgegener, Grabmal verloren

Karl Weierstraß (1815-1897) Mathematiker II 41 21-23*

Quelle:

Klaus Hammer: Historische Friedhöfe in Berlin. Berlin: Stattbuch-Verl., 1994

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