Besucheranschrift:

Bahnhofstraße

14532 Stahnsdorf

Verwaltung:

Bahnhofstraße

14532 Stahnsdorf

Öffnungszeiten:
April bis September:

täglich 7.00 Uhr-20.00 Uhr
Oktober bis März:
täglich 8.00 Uhr-17.00 Uhr
Entstehungsjahr: 1909
Größe: 2.060.000 qm
Friedhof auf der Karte
Nahverkehrsverbindung finden

• Bericht über die Lange Nacht des Südwestkirchhofs am 30. August 2003
• Schlussbericht des DBU-Projektes Südwestkirchhof Stahnsdorf zum Download
• Kolloquium zum DBU Projekt "Gesamtkonzept zur Bestandssicherung des Südwestkirchhofs" - Folgerungen und "Übertragbarkeit?" am 30.05.2005 in Stahnsdorf - Tagesordnung

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In einem mutigen Entwurf wollten die Kirchengemeinden Berlins um 1900 den drängenden Bedarf an neuem Begräbnisland mustergültig lösen. Teil dessen ist dieser Friedhof, einer der größten im Land und einst sogar mit eigenem S-Bahnanschluß. Hier ist das europäische Berlin des Jahrhundertbeginns präsent, italienische und englische Kriegerfriedhöfe ebenso einschließend wie die Umbettungsblöcke aus den Folgen der Speer - Planungen für die "Reichshauptstadt Germania".
Ehemals Friedhof des Berliner Stadtsynodalverbandes.

Im Rahmen der Arbeit der Stiftung fanden auf diesem Friedhof denkmalpflegerische Maßnahmen mit Mitteln der Stiftung Deutsche klassenlotterie Berlin und ein Projekt zur Entwicklung eines modellhaften Sicherungs- und Erhaltungskonzeptes mit Mitteln der Deutschen Bundesttiftung Umwelt statt. Der Schlussbericht des DBU-Projektes kann oben heruntergeladen werden.

Mehr über den Südwestkirchhof erfahren Sie auf den Seiten des Fördervereins Südwestkirchhof Stahnsdorf e. V.

Im folgenden finden Sie eine Auswahl bedeutender Begräbnisse, zusammengestellt von Reinhard Schwarz, Stahnsdorf:

Das Garnisongrab oder Gedächtnisgrab

Es ist ein mit Steinen eingesäumtes, inneres Grasviereck (lOm x 8m), umgeben von großen Rhododendren, links im Walde bei der Kapelle. Hier ruhen die Gebeine von Toten, hauptsächlich hohe Offiziere und Beamte der preußischen Armee aus 2 Jahrhunderten (1729-1830), umgebettet aus der ehemaligen Garnisonskirche zu Berlin, durch- geführt auf Veranlassung der Alliierten Besatzungsmächte von Berlin im Jahre 1949. Neben den hohen Militärs, die einstmals im Gewölbe der ehemaligen Garnisonskirche beigesetzt wurden, wurden hier auch eine große Zahl von Frauen und Kindern verstorbener Offiziere bestattet. Als Besonderheit waren dort ebenfalls die Gebeine von einer Maria Haupt aufbewahrt, der Amme Friedrichs des Großen. Ein hohes Holzkreuz von 4m Höhe befindet sich im oberen Teil der Begräbnisstätte mit dem Spruch aus dem Neuen Testament, aus 2. Korinther 6, Vers 9: "Als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben!".

Schwedenblock (gegenüber vom Siemens-Grab)

Die Begräbnisstätte der Schwedischen Viktoriagemeinde in Westberlin.
Den Begräbnisblock ziert ein sehr schönes Mausoleum nach dem Vorbild eines antiken Diana-Tempels und ein schmiedeeisernes Eingangstor. In diesem Mausoleum wurde der Botschaftsrat Freiherr von Essen beigesetzt, der vor etlichen Jahren umgebettet und nach Italien überführt wurde. Auf diesem Block sind ca.80 Personen bestattet worden.
Die Schwedische Begräbnisstätte wurde in den Jahren 1923/24 eingerichtet. Entwurf der Gesamtanlage und weiterer Grabsteine erfolgte durch den Schöpfer Alfred Grenander.

Englischer Kriegerfriedhof

Insgesamt liegen hier 1.172 englische Soldaten bzw. Angehörige des "British Commonwealth".
Das Gelände ist fast 1 ha groß und war von einer hohen Rotbuchenhecke umgeben; ab 1992 gärtnerische Umgestaltung und Neueinfassung der Anlage. Diese englischen Soldaten starben während der Kriegsgefangenschaft in der damaligen Mark Brandenburg, Schlesien und Pommern
und wurden in dieser Ehrenanlage nach 1920 beigesetzt.
Zwei Feierlichkeiten finden hier statt, Gedenkgottesdienste mit Kranzniederlegungen durch verschiedene Botschaftsangehörige
1. Am "ANCAC-Tag" (Beendigung der Schlacht an den Dardanellen), im April
2. Am Tage des Waffenstillstands vom l. Weltkrieg ( am 2. Sonntag im November )
Es existiert ein amtlicher Vertrag mit der Britischen Regierung und dem Berliner Stadtsynodalverband vom 20.11.1924. Die Denksteine der Kriegsgräber sind aus Kalkstein und im Halbrund angeordnet. In der Mitte der Anlage steht ein großer Obelisk mit Schwert. Am oberen Ende, in der Mitte, befindet sich eine Plattform mit Monument und Inschrift:
"Their name liveth for evermore!"
Das schmiedeeiserne Eingangstor zieren rechts und links zwei Grahtürme, die nach indischem Vorbild erbaut sind.

Italienischer Kriegerfriedhof

Auf einem fast 1 ha großem Gelände, von einer niedrigen Weißbuchenhecke umschlossen, liegen 1.650 italienische Soldaten. Ursprünglich lagen dort lauter Kissensteine auf der großen Rasenfläche, was einen erheblichen Arbeitsaufwand bei der jährlichen Rasenpflege verursachte.
'Ab 1976 fanden Rekonstruktionsarbeiten auf diesem Ehrenfriedhof statt, die vom VEB Grünanlagen Potsdam ausgeführt wurden. Die Kissensteine wurden beseitigt und von der italienischen Botschaft abtransportiert. Durch die PGH "Naturstein Dresden" wurden
25 Grabkreuze symbolisch errichtet. Der große Kalksteinobelisk wurde ebenfalls restauriert. Es wurden an den Seiten Kupfertafeln angebracht, auf denen die Namen der italienischen Soldaten eingraviert sind. Es besteht ein Vertrag zwischen dem Königreich Italien (königlich-italienische Regierung) und dem Berliner Stadtsynodalverband vom 4.9.1926.

Gräber berühmter Persönlichkeiten auf dem Südwestkirchhof

I. Kunst- und Kulturschaffende

II. Wissenschaftler und Forscher

III. Politiker und Militärs

IV. Kämpfer gegen Faschismus und Nazismus

V. Künstlerisch wertvolle Grabdenkmäler und Bauten

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