Das Garnisongrab oder Gedächtnisgrab
Es ist ein mit Steinen eingesäumtes, inneres Grasviereck (lOm x
8m), umgeben von großen Rhododendren, links im Walde bei der Kapelle.
Hier ruhen die Gebeine von Toten, hauptsächlich hohe Offiziere
und Beamte der preußischen Armee aus 2 Jahrhunderten (1729-1830),
umgebettet aus der ehemaligen Garnisonskirche zu Berlin, durch- geführt
auf Veranlassung der Alliierten Besatzungsmächte von Berlin im
Jahre 1949. Neben den hohen Militärs, die einstmals im Gewölbe
der ehemaligen Garnisonskirche beigesetzt wurden, wurden hier auch eine
große Zahl von Frauen und Kindern verstorbener Offiziere bestattet.
Als Besonderheit waren dort ebenfalls die Gebeine von einer Maria Haupt
aufbewahrt, der Amme Friedrichs des Großen. Ein hohes Holzkreuz
von 4m Höhe befindet sich im oberen Teil der Begräbnisstätte
mit dem Spruch aus dem Neuen Testament, aus 2. Korinther 6, Vers 9:
"Als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und
siehe, wir leben!".
Schwedenblock (gegenüber vom Siemens-Grab)
Die Begräbnisstätte der Schwedischen Viktoriagemeinde in Westberlin.
Den Begräbnisblock ziert ein sehr schönes Mausoleum nach dem
Vorbild eines antiken Diana-Tempels und ein schmiedeeisernes Eingangstor.
In diesem Mausoleum wurde der Botschaftsrat Freiherr von Essen beigesetzt,
der vor etlichen Jahren umgebettet und nach Italien überführt
wurde. Auf diesem Block sind ca.80 Personen bestattet worden.
Die Schwedische Begräbnisstätte wurde in den Jahren 1923/24
eingerichtet. Entwurf der Gesamtanlage und weiterer Grabsteine erfolgte
durch den Schöpfer Alfred Grenander.
Englischer Kriegerfriedhof
Insgesamt liegen hier 1.172 englische Soldaten bzw. Angehörige
des "British Commonwealth".
Das Gelände ist fast 1 ha groß und war von einer hohen Rotbuchenhecke
umgeben; ab 1992 gärtnerische Umgestaltung und Neueinfassung der
Anlage. Diese englischen Soldaten starben während der Kriegsgefangenschaft
in der damaligen Mark Brandenburg, Schlesien und Pommern
und wurden in dieser Ehrenanlage nach 1920 beigesetzt.
Zwei Feierlichkeiten finden hier statt, Gedenkgottesdienste mit Kranzniederlegungen
durch verschiedene Botschaftsangehörige
1. Am "ANCAC-Tag" (Beendigung der Schlacht an den Dardanellen),
im April
2. Am Tage des Waffenstillstands vom l. Weltkrieg ( am 2. Sonntag im
November )
Es existiert ein amtlicher Vertrag mit der Britischen Regierung und
dem Berliner Stadtsynodalverband vom 20.11.1924. Die Denksteine der
Kriegsgräber sind aus Kalkstein und im Halbrund angeordnet. In
der Mitte der Anlage steht ein großer Obelisk mit Schwert. Am
oberen Ende, in der Mitte, befindet sich eine Plattform mit Monument
und Inschrift:
"Their name liveth for evermore!"
Das schmiedeeiserne Eingangstor zieren rechts und links zwei Grahtürme,
die nach indischem Vorbild erbaut sind.
Italienischer Kriegerfriedhof
Auf einem fast 1 ha großem Gelände, von einer niedrigen Weißbuchenhecke
umschlossen, liegen 1.650 italienische Soldaten. Ursprünglich lagen
dort lauter Kissensteine auf der großen Rasenfläche, was
einen erheblichen Arbeitsaufwand bei der jährlichen Rasenpflege
verursachte.
'Ab 1976 fanden Rekonstruktionsarbeiten auf diesem Ehrenfriedhof statt,
die vom VEB Grünanlagen Potsdam ausgeführt wurden. Die Kissensteine
wurden beseitigt und von der italienischen Botschaft abtransportiert.
Durch die PGH "Naturstein Dresden" wurden
25 Grabkreuze symbolisch errichtet. Der große Kalksteinobelisk
wurde ebenfalls restauriert. Es wurden an den Seiten Kupfertafeln angebracht,
auf denen die Namen der italienischen Soldaten eingraviert sind. Es
besteht ein Vertrag zwischen dem Königreich Italien (königlich-italienische
Regierung) und dem Berliner Stadtsynodalverband vom 4.9.1926.
Gräber berühmter Persönlichkeiten auf dem Südwestkirchhof
I. Kunst- und Kulturschaffende
II. Wissenschaftler und Forscher
III. Politiker und Militärs
IV. Kämpfer gegen Faschismus
und Nazismus
V. Künstlerisch wertvolle Grabdenkmäler
und Bauten